„Rabenschwarzer Tag“: TvdH unterliegt deutlich bei Spitzenreiter Northeim
Der TvdH Oldenburg hat im Auswärtsspiel beim Northeimer HC eine empfindliche Niederlage kassiert. Wie das deutliche 24:33 (8:20) zustande kam…
„Schwer zu akzeptieren“
Dass dem TvdH Oldenburg zu ungewohnter Zeit gegen eine unübliche Abwehrformation die aktuell wohl unangenehmste Herausforderung in der Regionalliga bevorstand, war im Vorhinein allen klar gewesen – und doch erlebten die Haarentorer am Sonntagabend beim Ligaprimus Northeimer HC eine ungeahnt herbe Enttäuschung. Bei der deutlichen 24:33-Niederlage hatte es lange Zeit sogar nach einem noch bitteren Ausgang ausgesehen. „Es war ein rabenschwarzer Tag für uns, mit dem wir nicht zufrieden sind und der nur schwer zu akzeptieren ist“, hadert Trainer Lukas Brötje, der zuvor eine einseitige Partie sah.
„Nichts geklappt“
Nach dem ersten eigenen Treffer zum 1:2 (3.) lagen die Oldenburger schnell mit 1:5 zurück (8.), nach dem zweiten (8.) und dritten TvdH-Tor (11.) enteilten die Northeimer sogar auf 12:3 (17.). „Es war ein desolater Auftritt, bei dem nichts geklappt hat, was wir uns vorgenommen haben“, sagt Brötje ungeschönt und gibt zu: „Das Spiel war aus Northeimer Sicht zu keiner Zeit in Gefahr. Wir waren chancenlos in der ersten Halbzeit.“ Gegen die offensive 3:3-Deckung der Gastgeber fand der TvdH kaum ein Durchkommen, zu allem Überfluss sah Jonas Rohde auch noch früh die Rote Karte (11.). Zudem scheiterten die Oldenburger auch bei ihren einzigen beiden Siebenmetern im ersten Durchgang. Insgesamt landete in der gesamten Partie sogar nur einer von sechs Versuchen im gegnerischen Tor.
„Schneid abgekauft“
Bereits zur Pause lag der TvdH klar mit 8:20 zurück. „Sie haben uns mit dem von dem wir wussten, dass es kommen würde, den Schneid abgekauft“, sagt Brötje mit Blick auf die Northeimer Defensivformation und hält fest: „Die Spieler haben keine Lösungen gefunden. Zudem haben wir ihrer Abwehr das Spiel mit zahlreichen Ballverlusten einfach gemacht, sodass sie sich frühzeitig absetzen konnten und das Spiel schnell entschieden war.“ Auch nach der Pause blieben die Gastgeber konsequent, nach nicht mal 35 Minuten lag der TvdH somit erstmals mit 15 Treffern zurück (9:24). Erst in den letzten 20 Minuten betrieben die Oldenburger zumindest noch etwas „Ergebniskosmetik“ (Brötje) und verkürzten auf zwischenzeitlich 20:28 (51.) sowie letztlich 24:33. Insgesamt war es aber eben dennoch „ein rabenschwarzer Tag“. (tos)