Warum dem TvdH in Schaumburg „ein Spiel mit dem Feuer“ bevorsteht

Wenn der TvdH Oldenburg am Samstag (18.30 Uhr) bei der HSG Schaumburg zu Gast ist, wartet auf das Team von Trainer Lukas Brötje eine „gefährliche“ Aufgabe. Warum das so ist und wie die Oldenburger die Partie angehen.

Makellose Bilanz

Von einem „Lieblingsgegner“ zu sprechen, wäre sicherlich zu viel des Guten, die Bilanz des TvdH Oldenburg gegen die HSG Schaumburg spricht aber dennoch eine eindeutige Sprache. Vier Siege aus vier Spielen haben die Oldenburger gegen das Team aus dem Weserbergland seit Neugründung der Regionalliga eingefahren. Gegen keinen anderen aktuellen Regionalligisten blieben die Huntestädter in jenen vier Spielen seit der Saison 2024/25 makellos. „Es gibt gewisse Gründe, warum wir bisher ganz gut gegen die performt haben“, sagt Brötje und schiebt grinsend hinterher: „Die sag ich aber nicht, sonst wüssten sie, was sie gegen uns machen müssten.“

Spiel mit dem Feuer

Die Schaumburger ob der Bilanz zu unterschätzen, verbietet sich dennoch. Schließlich holte die HSG in den vergangenen zwei Jahren zusammengerechnet fast so viele Punkte (55:49) wie der TvdH (58:46), beendeten beide Spielzeiten demnach auch nur knapp hinter den Oldenburgern. Auch die in drei von vier Duellen deutlichen Siege sind auf den ersten Blick trügerisch. „Es ist immer wieder aufs Neue ein kleines Spiel mit dem Feuer“, warnt Brötje. Im letzten Duell wäre es aus Haarentorer Sicht sogar beinahe schiefgegangen. Nachdem der TvdH zuvor stets mit fünf oder sechs Toren gewonnen hatte, reichte es im März dieses Jahres nur dank einer starken Oldenburger Schlussphase zu einem 24:22. Eine Rolle spielt das für Brötje zwar nicht mehr, die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Gegner ist aber gleichgeblieben.

Der Drive

„Sie decken sehr offensiv in ihrer 3:2:1-Deckung, sind sehr, sehr fix auf den Beinen und ein sehr bewegliches Team“, erklärt Brötje: „Sie probieren, deinen Rhythmus zu stören und wenn ihnen das gelingt, kann es schwer werden.“ Das musste zuletzt auch der SV Beckdorf bei seiner 26:29-Heimniederlage erfahren – „ein Achtungserfolg“ der Schaumburger, sagt Brötje und schlussfolgert: „Wir wissen um die Schwierigkeit.“ Der eigene Anspruch bleibt dennoch unverändert: „Wir wollen dominant auftreten und da die zwei Punkte mitnehmen.“ Gelingen soll das auch mit dem (spielerischen) Rückenwind aus den vergangenen Wochen. Brötje: „Wir müssen den Drive aus dem Cloppenburg-Spiel mitnehmen und auch das Habenhausen-Spiel war ein gutes. Da haben wir es nicht zu Ende gebracht und die Dinger nicht reingemacht. Gegen Cloppenburg war das deutlich besser.“

Der Job

Nicht mithelfen kann nun aber unter anderem Leonard Fischer. Der Rückraumspieler fehlt wegen einer Sprunggelenksverletzung – sehr zum Bedauern Brötjes. „Abwehrchef“, sagt der Trainer nur und betont damit die Bedeutung Fischers – gerade gegen die individuell offensivstarken Schaumburger. Doch weder dessen Fehlen noch die Tatsache, dass drei A-Jugendliche im Kader stehen werden, möchte Brötje als Vorab-Ausrede verstanden wissen. Stattdessen betont er vehement: „Wir werden mit 14, 15 Leuten da antreten und die müssen dann ihren Job machen –  fertig, aus.“ (tos)

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