Am Ende hat es für den TvdH Oldenburg nicht ganz gereicht. Doch obwohl es trotz starker Leistung bei den Sportfreunden Söhre eine 27:29-Niederlage setzte, überwiegt bei Trainer Lukas Brötje der Stolz – aus gutem Grund.
Das Kompliment
Trotz der Niederlage überwiegt bei Lukas Brötje der Stolz. Der Trainer des TvdH Oldenburg verlor mit seiner Mannschaft zwar am Samstagabend bei den Sportfreunden Söhre, musste seinem Team hinterher aber „ein großes Kompliment“ für eine „ganz, ganz starke Leistung“ aussprechen. Dass die Oldenburger (8:6 Punkte, 6. Platz) beim Drittliga-Absteiger und Regionalliga-Spitzenreiter (12:2) mithalten können, zeigte sich von Beginn an, als der TvdH stets eine Antwort auf die Führungen der Gastgeber fand. Auch nach dem ersten Zwei-Tore-Rückstand (3:5, 6.) blieben die Oldenburger zunächst dran, lagen nach dem 6:7 (12.) aber plötzlich schnell mit 6:10 (15.) und zur Pause schließlich mit 11:16 zurück. „In der ersten Halbzeit sind uns ein paar einfache Fehler im Angriff unterlaufen, die sie mit Tempogegenstoß-Toren eiskalt bestraft haben. Das war der Unterschied“, erklärt Brötje.
Die Augenhöhe
Nach dem Seitenwechsel stellte der TvdH diese aber ab. So kamen die Gäste mit Fynn Ungers Treffer zum 16:18 erstmals wieder bis auf zwei Treffer heran (38.). „Wir haben dann sehr konsequent gespielt“, freut sich Brötje. Auch als wieder ein Vier-Tore-Rückstand (19:23, 49.) und sogar Fünf-Tore-Rückstand (20:25, 52.) auf der Anzeigetafel stand, steckten die Oldenburger nicht auf. Vom 22:27(54.) verkürzte das Team nach einer taktischen Umstellung aufs Sieben-gegen-sechs innerhalb von nicht mal vier Minuten auf 26:27 (58.). Nach dem anschließenden Treffer der Gastgeber kam der TvdH auch in der Schlussminute nochmal auf einen Treffer heran – zum 27:28. Den Schlusspunkt setzte dann aber doch der Drittliga-Absteiger aus Söhre mit dem entscheidenden Tor zum 27:29 aus Oldenburger Sicht. Dennoch hält Brötje nach dem Spiel gegen den „mit Abstand stärksten Gegner seit langer Zeit“ stolz fest: „Das war eine sehr starke Leistung. Es war ein sehr, sehr hochwertiges Regionalliga-Spiel und wir waren weitestgehend auf Augenhöhe.“
Das Kollektiv
Zwar sei man „traurig, dass es keine Punkte gab, aber die Art und Weise führt uns vor Augen, dass wir es können.“ Zumal die Oldenburger nach dem Northeimer HC erst das zweite Team in dieser Saison sind, das Söhre bei unter 30 Toren gehalten hat. „Das hat für mich einen großen Stellenwert“, sagt Brötje und lobt: „Wir haben eine super Abwehr gestellt und als Kollektiv gearbeitet.“ Vor allem freut den Trainer, dass seine Mannschaft sich gegen den starken Gegner auch nicht von Rückschlägen wie höheren Rückständen oder der Roten Karte für Niclas Hafemann (42.) aus der Bahn werfen ließ. Auch die anspruchsvolle Stimmung beirrte den TvdH nicht. Brötje: „Das war ein geiler Abend vor hitziger Atmosphäre.“ Und so kommt der Trainer trotz der Niederlage zu einem eher positiven Fazit: „Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Darauf können wir gut aufbauen.“ (tos)