Dieser Erfolg tut richtig gut! Mit 38:32 (20:15) haben sich die Handballer vom TvdH Oldenburg am Samstagabend gegen die SV Alfeld durchgesetzt, was mit Blick auf die vergangene, vor allem aber die nächsten Wochen durchaus wichtig war.
Die Leistung
„Es war ein Start-Ziel-Sieg mit einer überzeugenden Leistung“, lobt TvdH-Trainer Lukas Brötje seine Mannschaft nach dem souveränen Erfolg gegen die SV Alfeld, die trotz ihres Fehlstarts (0:12 Punkte) über viel Qualität verfügt. Entscheidend durchsetzen konnte sich diese aber eben nicht. Nach dem 0:1 (1.) zogen die Oldenburger schnell auf 5:1 davon (5.), knapper als drei Tore wurde der Vorsprung anschließend nie. Vielmehr setzten sich die Gastgeber weiter ab, erst auf 10:4 (13.), dann auf 14:7 (21.). „Wir waren einfach dominant und haben unser Spiel gespielt, was wir zu Hause sehr gut hinkriegen“, stellt Brötje zufrieden fest. Zur Pause lag sein Team mit 20:15 vorn.
Die Offensive
Offensiv wusste der TvdH dabei vielfältig zu überzeugen, wie der Trainer anerkennt: „Wir haben in allen Phasen, gegen jegliche Systeme gute Lösungen gefunden. Das war top.“ Dass insgesamt sogar noch mehr Tore möglich gewesen wären, war letztlich zu verschmerzen. Brötje: „Natürlich gibt es noch weiteres Verbesserungspotenzial, aber wir haben offensiv sehr stark agiert und insgesamt 38 Tore gemacht. Das ist herausragend.“ Und zudem keine Eintagsfliege. In den beiden Heimspielen zuvor gelangen den Oldenburgern jeweils starke 37 Treffer. Mit Niclas Hafemann (neun Treffer) gab es zudem im dritten Heimspiel den dritten Top-Torschützen nach Leif Pingel und Jesse Hummel (beide acht gegen Cloppenburg) sowie Fynn Unger (elf gegen Hameln).
Die Defensive
Vor allem in der Phase nach dem Seitenwechsel agierte aber auch die Defensive der Oldenburger stark, weshalb sie sich auf 29:21 absetzen konnten (45.). Wenig später folgte dann mit dem 34:25 die höchste Führung des Spiels (51.), nach der es nicht mehr spannend wurde. Dass vor allem durch 14 Treffer von Alfelds Matteo Ehlers am Ende trotzdem 32 Gegentore auf der Anzeigetafel standen, ist für Brötje nicht mehr als eine Randnotiz. „Ehlers hat natürlich eine sehr hohe individuelle Qualität“, räumt Brötje ein und erklärt mit Blick auf das Fehlen von Leonard Fischer: „Man merkt einfach, dass unser Abwehrchef nicht da ist.“ Ohne Fischer kassierten die Oldenburger zuletzt mehr Gegentreffer, Brötje hielt dennoch am System fest, „um uns weiter einzuspielen“, erklärt er: „Wir sind noch nicht so kompakt und griffig über die gesamte Dauer, da brauchen wir einfach Zeit.“
Die Pause
Bis zum nächsten Spiel, bei Tabellenführer Söhre (10:2 Punkte) am 24. Oktober (19.30 Uhr), hat der TvdH nun erstmal etwas Zeit, durchzuschnaufen. Mit individuellen Programmen ausgestattet steht für die Mannschaft dabei eine trainingsfreie Woche an. „Mit dem Sieg können wir gut in die Pause gehen und haben Anschluss gehalten an die Tabellenspitze“, sagt Brötje über die Ausbeute (8:4, 6. Platz) und ergänzt mit Blick auf die vorherige Niederlage in Northeim: „Der Sieg jetzt tut sehr gut und hat die Wunden ein bisschen geheilt – aber noch nicht vollständig. Jetzt müssen wir nochmal Kräfte tanken, damit wir die Wunden nach der Pause vollständig schließen können. Da sind wir dann richtig gefordert.“ Es warten nämlich direkt mal drei Auswärtsspiele am Stück sowie bis Ende November Duelle gegen drei der fünf Mannschaften, die aktuell mit 10:2 Punkten dastehen. (tos)